Riesen-Gesteinsfindling

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Der neue Riesenstein im Gesteinsgarten

Konglomerat Gneis
Konglomerat Gneis

Schwarzer Riesen-Gesteinsfindling in Gommern soll ein Konglomeratgneis sein. Der Geologe Dr. Klaus Erler meint es ist ein Konglomeratgneis. ….
In der Kiesgrube Schermen b. Burg, Jerichower Land, (s. Foto –  Die Lage des Blockes in der Kiesgrube) wurde ein gewaltiger Findling freigelegt.

Von den Geologen des Landesamtes für Geologie und Bergwesen kam der Hinweis auf diesen  spektakulären Fund und der Vorschlag, den Block als geologisches Denkmal („Geo-top“)  zu bergen.
Der Block hat etwa die Form einer Walze mit elliptischen Querschnitt mit einer Länge von ca. 4 m, einer Breite von ca. 2,5 m und einer Höhe von ca. 2,5 m.
Das ergibt einen Rauminhalt von fast 25 Kubikmetern. Das Gewicht wurde zu
78 t ermittelt.



Angesichts dieser Größe schienen die technischen, verkehrstechnischen und finanziellen Probleme kaum zu lösen. Dennoch schafften es die Unternehmen Engel Krane Burg und BRB Baustoff-Recycling Burg, den Stein am 8.Juni 2007 aus der Kiesgrube der Fa. Gilde Beton, NL Burg, zu bergen, am Sonnabend, dem 9.Juni 2007 zum Gesteinsgarten zu transportieren und aufzustellen.

Ort: Zufahrt von der Salzstraße zur neuen Freifläche, hinter dem letzten Eigenheim.

grosser Stein
Großer Stein

Aufstellen des Steines mit Hilfe von zwei Kränen zu 110 t und 60 t Tragfähigkeit am 9.6.2007

Riesen-Gesteinsfindling
Riesen-Gesteinsfindling
Riesenstein im Gesteinsgarten
Der neue Riesenstein im Gesteinsgarten

Der Block ist an Ort und Stelle; im Vergleich mit dem dahinter befindlichen Haus ist ersichtlich, dass der Block  etwa die Größe eines richtigen Zimmers hat!

Geologisch handelt es sich um einen Gneis, geröllführend. Das ist ein Umwandlungsgestein (Metamorphit), das in großer Teufe unter hohem Druck und hoher Temperatur verformt (ausgewalzt) wurde. Dabei entstand dass blättchenförmige Mineral Glimmer, das in eine Ebene eingeregelt wurde und dabei zu einer Schieferstruktur (wie Blätterteig) führte.

Die dunklen Gerölle sind nicht besonders verformt worden . Der Block stammt aus  dem uralten skandinavischen Grundgebirge (mit einem Alter von 1000 Millionen Jahren und mehr ) und  ist in dem  Gletschereis der Eiszeit vor rd. 150 000 Jahren bis nach Mitteleuropa  transportiert worden. Beim Abschmelzen des Eises blieben solche Findlingsblöcke  zurück, eingeschlossen in den Sanden und Kiesen, die die Schmelzwasser abgelagert haben, und die heute  in den Kiesgruben für Bauzwecke erschlossen und abgebaut werden.

Der nahe gelegene Fläming ist als eiszeitlicher Höhenrücken  reich an solch riesigen Findlingsblöcken (z.B. die Heimchensteine bei Lüttgenziatz). Nun hat auch Gommern seinen Findling im Gesteinsgarten.

                                             Dr.Peter Wambach, 19.06.2007