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Die Stadt Gommern liegt unweit von Magdeburg
und ist zu erreichen über die Autobahnen A 2 (Abfahrt
Burg-Zentrum) und A 14 (Abfahrt Schönebeck) sowie über die
Bundesstraßen 184 und 246 A. Der Gesteinsgarten ist
landschaftlich schön gelegen im Süden der Stadt am ehemaligen
Steinbruchsee "Kulk"; er schließt sich unmittelbar an
das
Hotel "Robinienhof" mit großem Parkplatz (Zufahrt Salzstraße
in Richtung Schönebeck) an.
Aus Deutschland (alle Bundesländer außer
Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern) sind fast sämtliche
Festgesteine vertreten, die oberflächennah anstehen und heute
noch in Steinbrüchen gewonnen werden: von Ruhrgebiet und Eifel
im NW, Weserbergland, Flechtinger Scholle und Harz im N, Rüdersdorf
b. Berlin und Lausitz im Osten, Saar und Hunsrück im
W, bis zu Allgäu, Alpen und Bayerischem Wald im S. Weitere
Exponate stammen aus Ungarn (12), Österreich (8), Frankreich,
Spanien, Bulgarien, Slowakei und Polen (je 1).
Skandinavien ist durch eiszeitliche Findlinge aus dem Deckgebirge
der Braunkohle (16) repräsentativ vertreten.
"Exoten" sind ein Fuchsitquarzit aus Nordnorwegen, Lavaproben
aus Island und ein Serpentinit aus Kuba.
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Von der geologischen Entstehung her
sind fast alle Gesteinsarten vorhanden: Tiefengesteine (Granite,
Granodiorite, Syenit, Diorit, Gabbro), Ergussgesteine
(Rhyolithe, Diabase, Basalte, Phonolith, Tuffe u.a.), Sedimentgesteine
aller Gruppen (Glanzstücke sind: Lithografenkalkstein, Knollenquarzit,
Travertin, ein verkieselter Baumstamm aus der Braunkohle,
ein Suevit u.a.). Umwandlungsgesteine sind sowohl
aus Kontaktmetamorphose (Hornfelse, Fruchtschiefer u.a.),
aus Regionalmetamorphose (Tonschiefer, Gneise, Granulite,
Amphibolite, Marmore), als auch aus Stoffumwandlung (Serpentinite,
Migmatit, Turmalinfels u.a.) vertreten.
Die typischen Gangminerale Quarz, Kalkspat,
Schwerspat und Flußspat gestatten Bezüge zu entsprechenden
Gangerzvorkommen. Weitere Erze sind vertreten mit Kupferschiefer,
Bauxit und verschiedenen Eisenerzen, u.a. vom Erzberg aus
der Steiermark.
Die Entwicklung der Steinbruchtechnologie
ist an zahlreichen Bearbeitungsspuren der Blöcke abzulesen
(Bohren, Behauen, Schneiden, Schleifen, Polieren). Beliebte
Schmucksteine für repräsentative Bauten und Bildhauerarbeiten
sind zu sehen (Marmore, Serpentine, Travertin, Talkschiefer,
Kalksteine u.a.). Zur Ergänzung wird ein Besuch der Ausstellung
"Zeitzeugen" der Steinbruch- und Erdölindustrie Gommerns
empfohlen (Anmeldung erforderlich).
Der Gesteinsgarten ist ab 1994 entstanden
mit Hilfe von ABM-Maßnahmen und mit Unterstützung durch
die Stadt Gommern, durch die Erdöl-Erdgas GmbH und weitere
Unternehmen sowie durch
das Hotel. Die Blöcke wurden von der Steinbruchindustrie
gesponsert. Spenden von Institutionen, Firmen, Vereinen
und Privatpersonen ermöglichten die Transporte.
Der Gesteinsgarten ist zu jeder Jahreszeit
frei zugänglich. Er steht unter Leitung des ehrenamtlichen
Vereins "Gesteinsgarten", Vorsitzender: Klaus Schulze,
39245 Gommern, Magdeburger Straße 19, Tel. (039200) 52 596.
Führungen können angemeldet werden bei Hans Klauß, Tel.
(039200) 50 351.
Eine e-mail Adresse ist:
Herrn Dr. Wambach .
Dr. P. Wambach
Wollen Sie ein paar
seltene Exemplare sehen, dann
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