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DER GESTEINSGARTEN GOMMERN
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Ein Streifzug durch den Gesteinsgarten 1) |
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Minerale als kleinste Bausteine der Gesteine |
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Minerale als kleinste Bausteine der Gesteine Die Gesteine setzen sich aus natürlichen chemischen Verbindungen zumeist in
kristalliner Form zusammen, den gesteinsbildenden Mineralen. Es sind nur wenige
Dutzend Minerale, welche in den verschiedensten Kombinationen und Anordnungen
die ganze Vielfalt der Gesteine bilden. Vor allem sind es die Verbindungen des Elementes Silizium (Quarz und Silikate), die mit über 90% Anteil an der festen Erdkruste den überwiegenden Teil der gesteinsbildenden Minerale ausmachen. Die wichtigsten Mineralgruppen sind (Bilder umseitig) z.B. - Kalifeldspat sowie: - Kalkspat und Dolomit (Karbonate) Der Unterschied der einzelnen Minerale in chemischer Zusammensetzung und Kristallstruktur lässt sich oft bereits an ihren typischen äußeren Eigenschaften erkennen, wie Farbe, Glanz, Kristallform, Spaltbarkeit, Härte und Gewicht , wobei Lupe, Taschenmesser und Salzsäure wichtige Hilfsmittel sind. Die genaue Bestimmung erfolgt auf chemischem, röntgenographischem oder mikroskopischem Wege. Die einzelnen Minerale sind unter ganz bestimmten Bedingungen, wie z.B.
Druck, Temperatur, chemische Zusammensetzung u.a. entstanden. Diese Bedingungen
sind immer nur für einen ganz bestimmten Ort der Erdkruste zutreffend. Mit der
Bestimmung der einzelnen Minerale eines Gesteins kann der Geologe dessen
Entstehung und Entwicklung rekonstruieren. Diese Gesteine sind die Dokumente der
Erdgeschichte, man muss nur darin lesen können. |
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Die drei Hauptgruppen der Gesteine Sie sind unterschiedlicher Entstehungsweise und unterscheiden sich demzufolge grundsätzlich nach Art der Minerale, sowie deren Ausbildung und Anordnung, dem sogenannten ''Gefüge''. 1.) Erstarrungsgesteine (Magmatite) sind durch Erstarrung aus glutflüssiger Gesteinsschmelze, dem
''Magma'' entstanden, und zwar entweder als 2.) Schicht- oder Absatzgesteine (Sedimentgesteine) 3.) Umwandlungsgesteine (Metamorphe Gesteine) Beim Tiefengestein sind die Minerale der Reihe nach, und zwar fein- bis grobkörnig
auskristallisiert: zuerst der schwarze Glimmer, dann der rote Beim Ergußgestein sind die Minerale zuerst als Einsprenglinge
auskristallisiert, wie hier der weißgraue Feldspat und der schwarze Glimmer;
dann ist der Rest schlagartig als dichte Grundmasse aus Feldspat und Quarz
erstarrt wie beim Quarzporphyr v. Löbejün (wie Nr.18): Beim Schichtgestein können die Mineralkörner zwischen grob- bis feinkörnig
und sogar dicht variieren; die Schichtstruktur ist meistens deutlich erkennbar
wie beim Kreidesandstein der Sächsischen Schweiz (entspricht etwa Nr.25): Beim Umwandlungsgestein bewirkt das ''Auswalzen'' zur Schieferstruktur
gleichzeitig Umkristallisation und Einregelung der Minerale, wie z.B. beim
Amphibolit von Windischeschenbach, Nr.44: |
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Die wichtigsten Erstarrungsgesteine (Magmatite):
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| ('') = veraltete Bezeichnung Die Tiefengesteine kommen in großen kuppelförmigen Massiven von vielen
Kilometern Durchmesser, sogenannten Plutonen, vor. Der Aufstieg und das
stufenweise Erstarren der Gesteinsschmelze führt zur Abscheidung von
verschiedenen Tiefengesteinsarten in einem Massiv, allerdings an
unterschiedlichen Positionen. |
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Die ''sauren'' Gesteinsarten sind reich an Kieselsäure; das bedeutet Vorherrschaft der hellen Minerale Quarz, Kalifeldspat und Natronfeldspat. Diese Gesteine sind deutlich heller: hellgrau; rötlichgrau oder kräftig hell- bis dunkelrot. |
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