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Der europaweit größte Gesteinsgarten
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Ein Gletschertopf wieder in Gommern zu sehen! Der Gesteinsgarten hat im neuen Jahr eine weitere kleine Sensation erlebt. Von den vor mehr als hundert Jahren in den Quarzitsteinbrüchen bei Gommern entdeckten Gletschertöpfen, die seinerzeit vom berühmten Eiszeitgeologen FELIX WAHNSCHAFFE (1902) untersucht, und die im Naturkundemuseum Magdeburg sichergestellt worden waren, kehrt einer nach Gommern zurück . Gletschertöpfe sind
metergroße kesselförmige Vertiefungen in der Oberfläche von Festgestein.
Sie entstehen dort, wo Eisgletscher von mehreren hundert Meter
Mächtigkeit sich über festes Gestein langsam vorwärts schieben. Dabei
entstehen besonders über Unebenheiten des Untergrundes im Eis tiefe
Gletscherspalten, in denen das Schmelzwasser mit großer Kraft
hinabstürzt und mit seinen Strudeln im Untergrund das Gestein ausschürft
und auskolkt. Dabei dienen kleine Gesteinsbrocken Auch die Gletscher der Alpen können Gletschertöpfe entstehen lassen. Die berühmtesten sind im Gletschergarten von Luzern (Schweiz) zu sehen. |
![]() Abbildung der Gletschertöpfe im Steinbruch |
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Im norddeutschen
Flachland sind Gletschertöpfe wie die von Gommern zusammen mit
Gletscherschrammen und den zurückgebliebenen Absätzen von Sand, Kies und
Geschiebemergel („Grund- bzw. Endmoränen“) wichtige geologische Spuren
der großen Inlandvereisung unseres Gebietes vor etwa 230 000 Jahren
während der „Saale-Eiszeit“. Ähnliche Bildungen wie die von Gommern sind
im Muschelkalk von Rüdersdorf (bei Berlin) und im Huywald (Harzvorland)
bekannt.
Literatur: siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Gletschertopf |
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